Reise-vorbereitung

Klima & Wetter

Marokko kann, je nach Region, das ganze Jahr über bereist werden, da das Land viele verschiedene Klimazonen aufweist. 

Im Norden des Landes findet man klassisches Mittelmeerklima vor (milde Winter mit Regen / heiße und trockene Sommer). 

An der Atlantikküste ist es das ganze Jahr über mild und rund um Agadir ist auch die Wassertemperatur bei ca. 20 Grad Celsius gleichbleibend. Es kann jedoch ziemlich windig sein, was im Sommer als angenehme Brise wahrgenommen wird, im Herbst/Winter als etwas frischer empfunden wird. 

Im Landesinneren findet man Kontinentalklima vor, d.h. im Sommer ist es sehr heiß und im Winter sehr kalt. 

Zudem herrscht südlich des Hohen Atlas Wüstenklima, was die Temperaturen des Kontinentalklimas noch verstärkt. Vor allem im Gebirge kommt es im Winter auch zu Schneefällen. 

 

Somit ist die beste Reisezeit sehr stark davon abhängig, welche Regionen du auf deinem Trip entdecken möchtest. Erstreckt sich deine Route über viele Klimaregionen Marokkos, eignen sich Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) am besten. 

Einreise

Die guten Nachrichten zuerst: österreichische Staatsbürger benötigen kein Visum für die Einreise nach Marokko (Stand. September 2024). Es ist lediglich ein, für die Aufenthaltsdauer gültiger, Reisepass notwendig. 

Bitte informiere dich jedoch zeitgerecht vor Abflug über etwaige Änderungen und weitere Informationen, z.B. auf der Seite des Außenministeriums

 

Die Einreise am Flughafen Marrakesch verlief, aufgrund der späten Ankunftszeit, zügig und einfach. Ich wurde am Einreiseschalter nach dem Namen meiner Unterkunft, meinem Beruf und meinem Abflughafen befragt. 

Mit dem Stempel im Pass ging es nach nur kurzer Zeit zum Gepäckband. 

Erfahrungen von anderen Reisenden zufolge, können die Schlangen der Immigration am Flughafen Marrakesch, je nach Ankunftszeit, sehr lang sein. 

Bei der Ausreise habe ich dies dann auch gespürt und meinen eingeplanten Zeitpuffer am Flughafen gut brauchen können. 

Währung

In Marokko bezahlt man mit marokkanischen Dirham (MAD) wobei auch Euro, vor allem in Städten, öfters akzeptiert werden. 

Wie auch in anderen Ländern außerhalb Europas erlebt, ist Kleingeld absolute Mangelware. Schau also immer, dass du für Taxis, Wasserstände und den Marktbesuch Kleingeld parat hast. 

 

Kartenzahlung ist in Städten vor allem in Shops, Restaurants und Museen möglich und eine beliebte Zahlungsmöglichkeit bei Einheimischen und Touristen. In Unterkünften wird manchmal eine Gebühr für Kartenzahlungen erhoben. Zudem würde ich auch empfehlen, am Markt und an offenen Ständen nur bar zu bezahlen, dass nicht getrickst werden kann. 

 

Durch meine späte Ankunftszeit war am Flughafen nur eine Wechselstube geöffnet und ich habe mich vorerst mit einem kleinen Betrag eingedeckt. Dies war eine gute Entscheidung, da der Wechselkurs in der Stadt um einiges besser war. 

 

Für Bankomatbehebungen würde ich immer nach offiziellen ATMs von Banken oder z.B. Postämtern schauen. Je nach Kreditkartenanbieter fallen unterschiedliche Gebühren an. 

 

Katinsky Tipp: Um sich an die neue Währung zu gewöhnen, hat mir die App Xe sehr geholfen. Sie rechnet Währungen zum tagesaktuellen Kurs um und kann auch offline (d.h. ohne Nutzung von Datenvolumen) verwendet werden.  

Sicherheit

Generell kann Marokko gut und sicher bereist werden. Man sollte jedoch aufmerksam sein und sich über die aktuellen Begebenheiten gut informieren. 

 

Als Alleinreisende habe ich mich durch umsichtiges Verhalten immer sicher gefühlt. 

Nach Einbruch der Dunkelheit habe ich meine Unterkünfte jedoch selten verlassen, bzw. nur Restaurants gewählt, die lediglich ein paar Schritte von meinen Riads entfernt waren. Abends herumlungernde, junge Marokkaner waren mir einfach nicht geheuer, obwohl es nie zu bedenklichen Situationen kam und ich die Menschen in Marokko als sehr freundlich empfunden habe. Ob man sich als Frau in Marokko wohlfühlt, würde ich als subjektiv betrachten. 

 

Es ist in den verwinkelten Altstädten (Medina) sehr gängig, dass man von Einheimischen (Erwachsenen sowie Kindern) aufgehalten wird, die einem den Weg weisen möchten. Meistens wird einem vorgetäuscht, die eigentliche Route wäre gesperrt, um einen Umweg einzuschlagen für den die selbsternannten „Guides“ dann ordentlich Trinkgeld wollen, was nicht immer nur kleine Beträge sind. 

Am besten gar nicht ansprechen lassen oder darauf eingehen. Wenn du wirklich Hilfe benötigst, dein Riad zu finden, ruf am besten dort an oder frag in einem Shop/Restaurant nach dem Weg. 

Nach einiger Zeit habe ich mich auch daran gewöhnt, auf ein „Bon jour Madame“ oder „Hello Miss“ nicht mehr zu reagieren. 

 

Taschendiebe treiben ihr Unwesen an hochfrequentierten Plätzen und engen Gassen. 

 

Wüstentouren sollen nie auf eigene Faust unternommen werden und man ist gut beraten sich auf das Wissen der Einheimischen zu stützen. 

Gesundheit & Impfungen

Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen. Trotzdem kann man in größeren Krankenhäusern oder Privatpraxen Ärzte aufsuchen, die gut ausgebildet sind. 

In ländlichen Gegenden bietet es sich an, den Weg in die nächste Provinzhauptstadt auf sich zu nehmen. 

Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung ist ein Muss, da europäische Krankenkassen Behandlungen in Marokko nicht decken. 

 

Bei leichteren Beschwerden wird man in der Apotheke gut beraten und umsorgt. 

Die meisten Erkrankungen sind wohl Darmbeschwerden oder Infektionskrankheiten durch geringere hygienische Standards. 

Vorsichtiger Umgang mit Wasser, Verzehr von durchgekochten Speisen und häufiges Händewaschen können davor bewahren. Sei auch vorsichtig mit Salaten und ungeschältem Obst. 

Die Reiseapotheke schildere ich in der Packliste

Sprache 

In Marokko wird Arabisch und Französisch gesprochen. Man kann sich auch mit Englisch gut verständigen. 

Die offiziellen Sprachen sind das marokkanische Arabisch sowie das marokkanische Tamazight (eine standardisierte Berbersprache). 

Französisch gilt als inoffizielle Handels- und Arbeitssprache und wird fast im ganzen Land gesprochen. 

Während meiner Reise habe ich mir öfters bessere Französisch Kenntnisse gewünscht. 

Land und Leute

Bei meinen Recherchen bin ich immer wieder darauf gestoßen, welch tolle Gastgeber Marokkaner seien. 

Und ich kann es bestätigen. Auch ich habe die Einheimischen als sehr freundlich und herzlich wahrgenommen. Gastfreundschaft wird in Marokko wirklich noch hochgeschrieben. 

 

Marokko ist ein muslimisches Land, ca. 99% der Einwohner sind Gläubige des Islams, und dessen soll man sich vor seiner Reise auch bewusst sein. 

 

Dies wird man nach Ankunft auch schnell an den Gebetsrufen des Muezzins sowie Ausdrücken in Begegnungen mit Einheimischen wie „al-hamdulilla“ (gepriesen sei Gott) oder „inscha’allah“ (so Gott will, im Sinne von hoffentlich), merken. 

Berücksichtige bei deiner Reiseplanung die islamischen Feiertage sowie den Ramadan und vermeide Reisen zu diesen Zeiten. 

Anders als im Christentum, ist im Islam der Wochentag, an dem Gott am höchsten gelobt wird, der Freitag. Geschäfte haben auch am Freitag auf, jedoch kann es zu eingeschränkten Öffnungszeiten in Museen etc. kommen. 

 

Alkohol ist in Marokko nicht verboten, jedoch nur in speziellen Shops und Restaurants mit Lizenz zu erhalten. Die Einheimischen trinken zu jeder Gelegenheit marokkanischen Minztee und bezeichnen diesen oft als „Moroccan Whiskey“. Minztee wird auch zur Begrüßung in den Riads serviert und sollte keinesfalls abgelehnt werden, da dies als unhöflich gilt. Viele Gastgeber fragen mittlerweile auch ob man den Tee gesüßt oder ungesüßt genießen möchte, da die marokkanische Variante für uns Europäer als zu süß empfunden wird. 

 

Obwohl es keine Kleidervorschrift gibt, ist es als Frau zu empfehlen, Knie sowie Schultern zu bedecken bzw. keine aufreizende Kleidung zu tragen. Dies bewahrt einen eventuell auch vor dem ein oder anderen Blick. 

 

Katinsky Tipp: immer ein dünnes Tuch dabei zu haben, um sich für Besuche von Koranschulen, Palästen etc. bedecken zu können. 

Sim Karte und Strom

WLAN ist in den meisten Unterkünften, Restaurants und Cafés verfügbar und lieferte eine gute Verbindung. Beim Erwerb einer lokalen Sim-Karte ging es mir darum, mobile Daten für die Navigation in mir fremden Gegenden zu haben und nicht auf WLAN in Cafés und Restaurants angewiesen zu sein. 

 

Sim Karten für verschiedene Zeiträume und mit unterschiedlichem Volumen sind vielfältig erhältlich. Mir wurde der Anbieter Maroc Telekom empfohlen. 

Da mein Flugzeug sehr spät ankam, hatten am Flughafen keine Schalter mehr geöffnet und ich entschied mich für eine eSim über esimatic. Die Aktivierung hat einwandfrei funktioniert und ich hatte fast überall gutes Netz. Außer in der Wüste, was auch völlig in Ordnung ist so. 

2GB für 15 Tage kamen auf ca. 6 Euro. 

 

Die Netzspannung ist ähnlich zu Europa und flache Stecker konnte ich immer einwandfrei einstecken. Für Schukostecker wird manchmal ein Adapter benötigt.