Route & Reisebericht

Kurz nach Weihnachten 2023 war es soweit und wir drei Mädls machten uns auf unsere lang ersehnte Reise nach Thailand. Voller Vorfreude stiegen wir mit unseren Rucksäcken bepackt in Wien ins Flugzeug. 

Unsere Route

Bangkok 

Wir blieben 3 Nächte 

Angekommen in Bangkok – die Meinungen gehen ja hier sehr weit auseinander. Einige kommen wieder und wieder, weil es so viel zu entdecken gibt. Den anderen reicht ein einmaliger kurzer Stopp auf der Thailand Reise. Wie dem auch sei, ansehen sollte man sich die thailändische Hauptstadt mit 10,5 Millionen Einwohnern auf jeden Fall. 

Unsere Unterkunft lag in der Nähe von vielen Sehenswürdigkeiten, was bei der Größe Bangkoks definitiv Sinn macht. 

 

Auf einer kleinen Erkundungstour durch unser Viertel haben wir uns erstmal mit den Reiseessentials wie Wasser und Notfallsnacks beim nächstgelegenen Supermarkt 7-11 eingedeckt. Es war eine relativ ruhige Gegend und trotzdem fühlten wir uns gleich mittendrin. Kabelsalat an den Strommästen und Hausmauern, ältere Damen die Vorbereitungen für ihre Gerichte in der offenen Garküche treffen, an jeder Ecke angesprochen werden für Taxi/Touren/Elefantenhosen, wildes Gehupe. 

In Bangkok wollten wir einen bunten Mix aus Tempeln, gutem Essen, coolen Bars und Großstadtfeeling, was uns auch gut gelungen ist. 

Wat Pho Tempel 

Unser erstes Ziel war der Wat Pho Tempel am späten Nachmittag, da zu dieser Zeit weniger Besucher dort sind und man die Außenanlagen des Tempels bei Sonnenuntergang bestaunen kann. Das hat den Besuch nochmal in ein besonders schönes Licht gerückt. Bekannt ist der Tempel wegen seiner 46m langen und 15m hohe liegenden, vergoldeten Buddha-Statue, welche wirklich beeindruckend ist. In der Anlage des Wat Pho haben wir ca. 1,5 Stunden verbracht. 

Königspalast – Grand Palace 

Zu den Hauptattraktionen zählt der Königspalast bestehend aus mehreren Tempeln und Palastgebäuden, die fast surreal wirken. Überall glitzert und glänzt es und man kann sich an den verschiedensten Verzierungen gar nicht sattsehen. Schier an jeder Ecke gibt es etwas Schönes zu sehen oder als Fotomotiv festzuhalten. 

Der Besucheransturm ist hier besonders groß, da dieser Palast Stopp auf fast jeder Tour ist. Deshalb empfiehlt es sich zeitig in der Früh dort zu sein oder am späteren Nachmittag zu kommen. 

Katinsky Tipp zur Kleiderordnung: das Bedecken von Schultern und Beinen ist in allen Tempeln angemessen (meist reicht einfach ein Tuch). Im Königspalast ist man dagegen besonders streng und akzeptiert keine Tücher als Bedeckung (es muss ein T-Shirt sein). Ist man nicht entsprechend gekleidet, kann man überteuert ein Shirt in deren Souvenirshop kaufen. 

Wir haben etwa 2h im Areal des Königsplastes verbracht. 

Flussfahrt 

Durch Bangkok fließt der Chao Phraya Fluss, den man an einigen Stellen über Brücken überqueren kann. Den Fluss befahren auch Fähren des öffentlichen Verkehrsnetzes und so kommt man schnell von A nach B und kann dabei die Kulisse der Stadt vom Wasser aus bestaunen. Wir fanden, dass das eine Attraktion für sich ist. Tickets kauft man ganz einfach und günstig an der Fährhaltestelle.  

Märkte und Shopping 

Shoppingmalls: Bekannt für Bangkok sind auch riesige Malls mit üppigem Angebot an bekannten wie auch unbekannteren Marken. Das MBK Center mit ca. 2500 Shops, Marktständen und Restaurants hat für jeden Geschmack etwas anzubieten. Man findet dort sehr viel Kleidung, Elektronik und Accessoires. Beliebt ist die Mall auch für Nachahmungen von Schuhen und Kleidung bekannter Marken. 

Gleich nebenan befindet sich das Siam Center mit Shops von echten internationalen Marken. 

 

Chinatown: Viele Gerüche, unzählige Menschen, enge Gassen und reges Treiben – so würden wir Chinatown beschreiben. Es ist ein buntes Gewusel aus Einheimischen, die für den Haushalt und das Mittagessen einkaufen, sowie Touristen, die in das exotische Land eintauchen möchten. Bestaunt werden können verschiedene Fleisch- und Fischsorten (die einfach offen und ungekühlt angeboten werden), sowie Gewürze und Süßigkeiten. Es finden sich auch Souvenirstände darunter. 

Chinatown ist auch ein guter Ort um die Streetfood Spezialitäten zu probieren, die an der Straße angeboten werden (solange an den Ständen viel Frequenz ist und die Speisen durchgegart sind). 

 

Chatuchak Weekend Market: Ein Markt, der alles zu bieten hat was das Herz so begehrt, ist der Chatuchak Markt. Samstag und Sonntag zwischen 09:00 und 18:00 Uhr haben alle Marktstände und Shops geöffnet und man findet von Mitbringseln, Massagen, Baumwoll- und Leinenkleidung, Naturprodukten und Gewürzen alles. 

Unter der Woche ist das Areal auch geöffnet, jedoch nur ein minimaler Teil (Pflanzensektion) und daher nicht sehr aufregend. Freitagabend findet der „Wholesale market“ statt auf dem auch reges Treiben von Einheimischen herrscht und zumindest mehr Angebot als von Montag bis Donnerstag vorzufinden ist. 

Nightlife

Khao San Road: Khao San Road ist die Partymeile schlechthin in Bangkok von welcher wir uns selbst ein Bild machen wollten. Gleich beim Eingang wurden wir überrannt mit Eindrücken, lautem Bass und Musik die aus jedem Lokal dröhnt. Die Straße war voll von feierwütigen, vorwiegend jungen Gästen in ausgelassener Stimmung. Um gemütlich ein Bier zu trinken, war es uns in der „Straße die niemals schläft“ zu hektisch und wir sind nur durchgeschlendert, um in die etwas ruhigere und angrenzende Rambuttri Road zu kommen. Auch dort fanden wir live Musik und unzählige Massagesalons vor, jedoch war das Treiben viel gemütlicher. 

Roof Top Bars: Bangkok hat eine atemberaubende Skyline zu bieten und in den höheren Stockwerken der Wolkenkratzer haben sich viele Hotels und Rooftop Bars angesiedelt. Den Blick über diese Megacity von einer Dachterrasse aus schweifen zu lassen ist ein atemberaubendes Erlebnis. Alleine die Liftfahrt in Windeseile in die Höhe ist eine tolle Erfahrung. Die meisten Bars verrechnen keinen Eintritt und man gönnt sich stattdessen einen Cocktail zwischen 10 und 15 Euro. Somit bezahlt man die Aussicht einfach mit. Um ein elegantes Bild zu wahren, legen die Bars einen Dresscode fest (keine Flipflops oder Birkenstocks, keine Badehosen etc.). Informiere dich am besten vor deinem Besuch auf der Website. Es empfiehlt sich ca. eine Woche im Voraus (auf der Website) zu reservieren, wobei man auch auf gut Glück einen Tisch erwischen kann, wenn man zeitig zu Beginn der Öffnungszeit kommt.

Katinsky Tipp: Vorreservieren und unbedingt den Ausweis mitbringen.

Unsere Favoriten:

Tichuca Bar: quirlige Bar am 46. Stock mit tropischem Flair, imposantem Lichterbaum und vielfältigen Cocktails, schöner Sonnenuntergang 

Above Eleven: elegante Bar, peruanisch angehaucht am 33. Stock, nette und zuvorkommende Bedienung, mehrmals wöchentlich DJs, Toilettenbereich mit Aussicht über die Stadt 

Koh Phangan 

Wir blieben 4 Nächte 

Koh Phangan ist mit 125km2 eine eher kleine Insel im Golf von Thailand mit paradiesischen Stränden und Wasserfällen. Bekannt ist Koh Phangan vor allem wegen der monatlich stattfindenden Full Moon Party am Strand Haad Rin, zu welcher tausende Menschen pilgern. Zur Zeit kurz vor und nach Vollmond ist die Insel am vollsten und wenn man nicht zur Party möchte, meidet man die Zeit am besten oder quartiert sich im Norden der Insel ein.

Die Anreise erfolgte mittels Flug von Bangkok auf die Insel Koh Samui und dann weiter mit der Fähre nach Thong Sala, dem Hauptort Koh Phangans. Am Fährhafen angekommen, warteten bereits Pickups mit umgebauter Ladefläche, die als Taxis fungieren und Unterkünfte in die unterschiedlichen Richtungen anfahren. Bezahlt wurde pro Person ein Festpreis. Außer den Pickups gibt es keine Taxis auf Koh Phangan da sich Reisende für Erkundungstouren Mopeds ausleihen. Mehr Infos dazu im Abschnitt Transport.  

 

Der Hauptort der Insel nennt sich Thong Sala mit vielen Restaurants und Bars, Waschsalons, Supermärkten, Rollerverleihen und auch medizinischer Versorgung. Dort ist es am dichtesten besiedelt und einfach an- und wieder abzureisen. Thong Sala bietet auch einen Strand, wobei wir die Strände im Norden zum längeren Verweilen schöner fanden. Empfehlen können wir auch den dem Phangan Food Court (9.7092579,99.9886697) mit Thai sowie westlichen Spezialitäten für jeden Geschmack und mehrmals pro Woche live Musik. 

 

Wir sind nahe des Zentrums am Meer untergekommen und haben von dort aus Ausflüge mit dem Moped unternommen. Da die Insel recht hügelig ist und die Straßen oftmals sehr schmal und steil sein können, haben wir Strände und Spots ausgewählt, die auch für nicht-Moped-Pros gut zu erreichen sind. 

Strände

Der wunderschöne Salad Beach (9.7861135,99.9690116) liegt nordwestlich der Insel und lädt zum Verweilen ein. Das Wasser ist türkisgrün und klar und die Bucht ist mit Palmen gesäumt. Vor allem am Nachmittag ist es dort gut besucht und durch die ansteigende Flut wurde der Strandabschnitt immer schmaler. Die Infrastruktur mit Restaurants und Bars ist sehr gut und bietet ein vielfältiges Angebot zum Hungerstillen und Verweilen. Katinsky Tipp: wir haben die steile Straße zum Strand gemieden und unsere Mopeds oben an der Kreuzung am Parkplatz abgestellt. 

 

Der Malibu Beach (9.7898107,99.980388) liegt im Norden der Insel und das Meer ist hier besonders klar und fällt sehr flach vom Strand ab. Wir liebten es, uns im Wasser treiben zu lassen. Am Malibu Beach gibt es ein paar kleine Bäumchen und ein Areal mit größeren Palmen für Schatten sowie einem Beachvolleyballplatz. Es befindet sich ein Outdoor-Restaurant dort, das von einer Familie betrieben wird, und von Frühstück zu Snacks bis hin zu leckeren Hauptmahlzeiten alles bietet. Katinsky Tipp: gleich am Vormittag hinkommen, dann hat man den Strand fast für sich alleine.

 

Über den Ko Ma Beach (9.7968088,99.9790822) kann man bei Ebbe zur nahegelegenen Insel Ko Ma spazieren. Dann verbindet ein Sandstreifen die beiden Inseln. Auf Ko Ma gibt es nichts Besonderes zu sehen aber es ist trotzdem schön zum Sonnenbaden hinüberzugehen. 

Bar mit Aussicht

Die Amsterdam Bar hat eine atemberaubend schöne Aussicht über den bewaldeten Dschungel und das Meer und ist vor allem am späten Nachmittag, also vor Sonnenuntergang, zu empfehlen. Die Terrasse auf Stelzen hat sogar einen Pool und ist den Eintritt von ca. 100 Baht auf jeden Fall wert, um die Sonnenuntergangsstimmung zu genießen.
Die Bar ist ca. 10 Fahrtminuten von Thong Sala entfernt und auf einer Anhöhe gelegen. Man kann mit dem Moped bis fast vor die Tür fahren, aber wir haben es wegen der sehr steilen Straße und dem Parkchaos vorgezogen unten an der Hauptstraße zu parken.

Koh Samui 

Wir blieben 5 Nächte 

Koh Samui, auch im Golf von Thailand gelegen, ist nur ca. eine Stunde mit der Fähre von Koh Phangan entfernt und verglichen zur Nachbarinsel um einiges größer. Auch die Infrastruktur für Touristen ist viel mehr ausgeprägt, was wahrscheinlich unter anderem am Flughafen direkt auf der Insel und der internationalen Bekanntheit liegt. 

 

Von der Fähre zur Unterkunft haben wir uns ein Pick-Up Taxi mit Festpreis genommen (unbedingt handeln). Ansonsten haben wir auch gute Erfahrung mit der App Grab gemacht oder uns ein Taxi von der Unterkunft bestellen lassen, wobei vergleichen nie schadet. 

Strände

Auch auf Koh Samui wollten wir schöne Strände besuchen und können vom La Mai Beach und Silver Beach berichten. 

 

Der La Mai Beach ist ein langer feiner Sandstrand im Osten der Insel. Hier haben wir beides erlebt: ruhigere Abschnitte sowie reihenweise Liegen von Beachclubs/Strandrestaurants. Wenn man sich den Weg an den Liegen und fliegenden Händlern (die wirklich alles an den Mann/die Frau bringen wollen, was man am Strand so gar nicht braucht – z.B. Mobiles fürs Kinderzimmer) vorbeigebahnt hat, kann man an weniger frequentierten Abschnitten in der Sonne oder im Schatten unter Palmen schön entspannen. Wir waren z.B. hier: 9.464926, 100.046538. Das Wasser war nicht ganz so klar wie andernorts, aber wir fanden den grobkörnigen Strand trotzdem gut und er lag noch dazu am Weg zum Wasserfall, den wir weiter unten beschreiben. Am unteren Ende des Strandes gibt es auch bekannte Felsformationen (Großmutter- und Großvaterfelsen) zu begutachten und einem Besuch wird von den Thais Fruchtbarkeit nachgesagt. 

 

Weiters besuchten wir den Silver Beach (9.4774656,100.0662937), der auch Crystal Beach genannt wird, und nur 200m lang ist. Der Silver Beach ist ein feiner Sandstrand umrahmt von Felsformationen und mit türkisblauen Wasser. Es bietet sich an, diesen Strand gleich vormittags zu besuchen, da es am Nachmittag recht voll war. Auch dort gibt es einige Beach Clubs. 

 

Einen Besuch wert sind, laut Erzählungen von anderen Reisenden, auch der Maenam Beach im Norden und der Lipa Noi Beach im Westen. 

Wasserfall

Wenn man weiter in die Natur eintauchen möchte, befinden sich im südlichen Landesinneren die Na Muang Wasserfälle. Der kleinere Wasserfall Na Muang 1 (9.4668075,99.9811973) kann einfach mit dem Moped erreicht (kein Eintritt, aber Parkgebühr für den Roller) und in wenigen Schritten besucht werden. Den Eingang zum Na Muang 2 Wasserfall haben wir nicht auf Anhieb gefunden. Von der Hauptstraße kommend, geht es nach ein paar hundert Metern rechts eine Straße entlang bis zum Samui Elephant Kingdom Sanctuary. Dort haben wir unseren Roller geparkt (keine Parkgebühr) und sind die weiteren 10 Minuten zu Fuß gegangen, da die Straße sehr steil wurde. Der Eingang zum Trail zum Wasserfall befindet sich hier: 9.468332, 99.989370. Es ist unbedingt festes Schuhwerk nötig, da der Weg rutschig ist. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit war der Aufstieg gar nicht so unanstrengend.

Nationalpark Mu Ko An Thong

Ganz hoch auf unserer Liste stand ein Ausflug zum Mu Ko An Thong Nationalpark. Das ist eine unbewohnte Inselgruppe vor der Küste Koh Samuis, mit den für Thailand typischen Karstfelsen und türkisblauen Lagunen. Verschiedenste Anbieter organisieren Ausflüge in den Nationalpark und wir können die Angthong Marine Park Bootstour mit Transfer und Mahlzeiten von Samui Island Tour empfehlen, da alles top organisiert ist und die Guides sehr freundlich und lustig waren. Pünktliche Abholung von der Unterkunft, reibungslose Anmeldung, kleines Frühstück an Bord bis hin zum Transport zurück. Die Bootsfahrt in den Meerespark dauerte ca. 2h und wir freuten uns auf den ersten Stopp: Emerald Lake und ein Aussichtspunkt. Eine Kajaktour ist optional zubuchbar. Das Mittagessen (auch vegetarische Option) war in Form eines Buffets an Bord des Bootes und, bei der doch größeren Anzahl von Leuten, wieder effizient organisiert. 

Der zweite Stopp war eine weitere Insel, auf der man zu einem Aussichtspunkt wandern konnte, sowie Zeit zum Baden und Schnorcheln in dieser traumhaften Kulisse hatte. Während der Rückfahrt mit dem Boot wurde Kaffee angeboten und wir genossen ein letztes Mal die Aussicht auf die Karstfelsen. 

Disclaimer: da der Nationalpark nur über organisierte Touren erreichbar ist, muss einem bewusst sein, dass man mit höherem Menschenaufkommen rechnen muss. Das hat den traumhaften Ausflug für uns nicht gestört. Ein durchschnittliches Maß an Fitness wird für die Begehung der Aussichtspunkte vorausgesetzt. 

Märkte und Shopping Mall

Koh Samui verfügt über so einige Märkte und wir haben es in der Fisherman Village (@9.5584582,100.0222303) ganz nett gefunden. Wir beschreiben es als Einkaufsstraße, bzw. ein Netz aus größtenteils Fußgängerzone, mit vielen Shops, Boutiquen, Restaurants und Bars mit verschiedenstem Angebot und einigen Lokalen sogar direkt am Strand. Am Montag- und Freitagabend findet zusätzlich ein Night Market mit Einkaufsständen statt und belebt dieses Viertel nochmal mehr (ca. von 18:00 bis 22:00 Uhr).

 

Falls man sich nach einer Shopping Mall sehnt oder etwas Bestimmtes sucht, findet man im Central Samui (9.5322247,100.0583327) sicher Abhilfe und in den Stores sind Fixpreise ausgeschildert. Gleich nebenan findet von Donnerstag bis Samstag abends auch der Chaweng Night Market statt. 

Ao Nang / Region Krabi  

Wir blieben 3 Nächte 

Unser nächstes Ziel war die Region Krabi, genauer gesagt Ao Nang, am südwestlichen Festland und wir machten uns mit Fähre und Bus auf den Weg dorthin. Auch die Region Krabi ist bekannt für Karstfelsen, paradiesische Strände und traditionelle Longtail-Boote. 

Das Highlight unseres Aufenthalts dort war ein Ausflug zu vier vorgelagerten, teils unbewohnten, Inseln mit Krabi Sunset Tours: 4 Island Tour by Longtail Boat

Abholung von der Unterkunft wurde wieder organisiert und wir starteten mit dem Longtail-Boot zur ersten Insel und spürten die Meeresbrise auf unserer Haut. Diese Boote sind immer noch eines der häufigsten Verkehrsmittel auf Wasser und versorgen teils ganze Dörfer und Inseln. Auf den Inseln hatten wir Zeit zum Erkunden und Baden sowie Schnorcheln. 

 

In und um Ao Nang gibt es noch weitere Nationalparks, sowie smaragdgrüne Poolquellen und Thermalquellen, die Tiger-Höhle und den Mountain Buddha Tempel. Wir haben diese nicht besucht und stattdessen einen Entspannungstag eingeplant.

 

Katinsky Restauranttipp: sind auf ein Straßenrestaurant gestoßen und haben gleich mehrmals dort gegessen, weil wir es sehr authentisch und geschmacklich herausragend, bei kleinen Preisen fanden. Auf Google heißt es „Krua Zab“ (nicht zu verwechseln mit Krua Lung Kom nebenan), die Tafel am Eingang liest sich für uns eher wie „Toian“. 

Chiang Mai 

Wir blieben 3 Nächte 

Von Bangkok aus ging es mit dem Expressbus elf Stunden lang nordwärts nach Chiang Mai. Weitere Informationen zur Fahrt und Buchung findest du im Abschnitt Transport.

 

Chiang Mai liegt ganz im Norden Thailands und ist mit ca. 200, vorwiegend buddhistischen, Tempeln die Tempelhauptstadt schlechthin. Generell hat Chiang Mai sehr viel Kultur sowie Natur zu bieten und man taucht schnell ein in das Flair von Kultur, Historie und Buddhismus.

 

Das Zentrum von Chiang Mai ist ein Quadrat, welches von einem Fluss und Überresten der Stadtmauern umringt ist. Innerhalb dieses Rings kann die Altstadt gut zu Fuß entdeckt werden und man wird ohnehin von einem zum nächsten Tempel stolpern und am Weg viele Mönche auf ihrem Weg zum Beten treffen. Das Zentrum hat definitiv seinen Charme erhalten und wirkt trotz Touristen gemütlich und überschaubar. 

 

Locations außerhalb der Stadtmauern sind auch leicht zu erreichen und Märkte, Walkingstreets und Shopping-Angebot sind dort angesiedelt. Rund um die Altstadtmauern ist die Stadt in weitere Stadteile aufgeteilt, die alle ihr besonderes Flair haben. Wir haben einige Reisende mit dem Fahrrad gesehen, aber uns zum Erkunden der Gegend für den Fußmarsch entschieden, um sich besser umschauen zu können. In einer halben Stunde kommt man speziell in der Altstadt richtig weit und kommt an wunderschönen Ecken vorbei. 

Tempel

Nach Tempeln muss man hier wirklich nicht lange suchen und man findet sie in allen Größen, Farben und Bauweisen im Altstadtkern. Von kleinen Pagoden, zu großen Tempeln, neueren sowie alten historischen Tempeln ist die Spanne wirklich riesig und wir konnten uns fast nicht sattsehen an den imposanten Gebäuden. 

 

Außer besonderen Tempeln können alle Tempel kostenlos besucht werden, wobei eine kleine Spende für die Mönche immer gern gesehen wird. Auch wenn am Eingang niemand kontrolliert, gehört es sich angemessen mit bedeckten Schultern und Knien gekleidet zu sein und die Schuhe vor dem Tempel stehen zu lassen. 

Wir würden wirklich empfehlen die Altstadt auf eigene Faust zu erkunden und einige Tempel zu besichtigen. 

Unsere Favoriten sind: 

  • Wat Phra Singh (größere Anlage mit goldener Pagode)
  • Wat Rajamontean (neuere Tempelanlage mit großer Buddha-Statue)
  • Wat Jet Lin (ruhige Anlage mit steinerner Stupa und kleinem See)
  • Wat Chedi Luang (schöne Tempelanlage mit Stupa aus 15. Jhdt. und neueren Bauteilen)
  • Wat Phan Tao (traditioneller Holzempel)
  • Wat Sri Suphan (Silbertempel, der Haupttempel kann nur von Männern besichtigt werden aber die Anlage ist auch drum herum sehr schön)

 

Der wohl bekannteste Tempel in der Gegend von Chiang Mai und gleichzeitig das Wahrzeichen ist der Wat Phra That Doi Suthep. Die Anlage liegt ca. 15 km westlich der Stadt auf einer Anhöhe. Einen Namen gemacht hat sich der Tempel durch die berühmte goldene Chedi, die eine Relique von Buddha enthalten soll. Wenn man die Fahrt auf sich nimmt, lohnt es sich früh dran zu sein um die Anlage noch ruhig vorzufinden. 

Flanieren, Märkte, Food Halls, Shopping

Südöstlich vom „Altstadtquadrat“ befindet sich der Anusarn Night Market (18.7827769,99.0002328) mit vielen Markständen und einer Food Hall, welcher täglich von ca. 17:00 bis 23:00 Uhr geöffnet ist. Im Angebot sind thailändische und internationale Speisen und Getränke mit Live Musik an einigen Abenden der Woche. Auch rund um den Hauptmarkt von Anusarn reihen sich Stände auf den Gehsteigen. 

 

Immer samstags findet auf der Wua Lei Road, südlich vom „Altstadtquadrat“, ein Night Market, auf der dann verkehrsbefreiten Straße, statt. Hier handelt es sich wirklich um angebotenes Streetfood und man kann sich super durchprobieren. Es ist ein lebhafter Markt mit Essens- und Souvenirständen sowie Musikdarbietungen von lokalen Interpreten. 

 

Interessant ist auch das Nimmanhaemin Viertel rund um die Nimmanahaeminda Road mit lässigen Cafés und Restaurants sowie Co-Working Spaces, wo sich vermehrt digitale Nomaden aufhalten. Man merkt hier auch sofort den Einfluss aus anderen asiatischen Ländern mit spezialisierten Matcha Shops und Bubble Tea Läden. Wir können speziell das Coco Corner für eine Kaffee-, Snack- oder Frühstückspause empfehlen. Es war sehr angenehm dort und die Getränke waren geschmacklich alle super. Wie der Name vermuten lässt, wird viel mit Kokoswasser zubereitet. 

 

Am Ausläufer dieses Viertels befindet sich das One Nimman, ein modernes, offen gestaltetes Marktgebäude mit Boutiquen und Restaurants. Nur eine Straße weiter wird man in der Maya Shopping Mall in lokalen Shops fündig, wenn man nach Leinenkleidung schauen möchte. 

Elefanten

Thailand und Elefanten ist ja so eine Sache...  Da wir diese Giganten auf unserer Reise sehen wollten, haben wir die Recherche nach einem Park mit Angebot, das für uns ethisch vertretbar ist, begonnen. Es gibt hunderte Anbieter, die alle mit ähnlichen Slogans werben, und es war uns wichtig, dass es ein Ort ist, wo keinesfalls auf Elefanten geritten oder mit ihnen gebadet wird um deren Privatsphäre zu wahren.

Wir sind online auf den Elephant Nature Park gestoßen und die bereits 20-jährige Historie im Retten von Elefanten und die „no touch policy“ haben uns überzeugt. 

Auf der Website können unkompliziert Halb- oder Ganztagesausflüge gebucht werden und das Programm ist detailliert beschrieben.

Haben uns für die Halbtagestour am Nachmittag entschieden und wurden gegen Mittag von der Unterkunft abgeholt. Die Fahrt im Minivan in den Park dauerte ca. eine Stunde. Während der Fahrt werden einem zur Einstimmung schon ein paar Informationsvideos mit Ablauf und Vorsichtsmaßnahmen gezeigt. Vor Ort wurden wir von unserem Guide Paul freundlich begrüßt, der die Gruppe von gesamt acht Personen nochmal mit den wichtigsten Fakten des Parks instruiert hat. 

Dann endlich war es soweit und wir folgten Paul auf die Freifläche, wo wir die Elefanten aus nächster Nähe beobachten konnten wie sie spielen, fressen und sich im Schlamm suhlen. Paul hat uns dabei in gutem Englisch erzählt, wie sich die einzelnen Elefantenstämme zusammensetzen und von wo die Elefanten unterschiedlichstem Alters gerettet wurden. Dies reicht von ehemaligen Zirkus- über Reitelefanten bis hin zu Jagd- und Arbeitselefanten mit meist trauriger Vorgeschichte. Du kennst vielleicht die Beschreibung „ein Gedächtnis wie ein Elefant haben“, was nicht von ungefähr kommt. Die Elefanten können sich ihr Leben lang an ihre einschneidenden Erlebnisse erinnern und sind deshalb manchmal schreckhaft. Im Park halten sich viele Tierpfleger auf, die sich um die Elefanten kümmern. Paul hat uns genau instruiert, wie nahe wir den Elefanten kommen dürfen und wann es besser ist ein paar Schritte zurückzutreten. Das Highlight waren die spielenden Babyelefanten, die bereits im Park geboren wurden. 

 

Nach einer kleinen Pause konnten wir die stärkeren Elefanten beobachten, wie sie am Abend über den Fluss in den Park zurückkehren und dabei getrötet haben. 

 

Abgerundet wurde die Tour mit einem vegetarischen Abendessen mit verschiedenen Nudel- und Reisgerichten vom Buffet, bevor es mit dem Minivan wieder nach Chiang Mai ging. Für uns war die Halbtagestour definitiv ausreichend, um die Elefanten aus nächster Nähe in einem sehr guten Umfeld zu sehen und diese besonderen Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. 

Kulinarisches

Das Essen in Thailand ist vorzüglich und die Schärfegrade meistens an westliche Touristen angepasst. Hier findest du eine Auflistung von Klassikern und unseren Favoriten.

 

Pad Thai: Nationalgericht aus Nudeln, süß/salzig gewürzt, mit Erdnüssen und Huhn oder Tofu das in jedem Restaurant und jeder Straßenecke verfügbar ist und überall ein klein wenig anders schmeckt. 

 

Morning Glory: meistens ein Beigericht aus gebratenem Wasserspinat

 

Khao Pad: Gebratener Reis mit Hähnchen, Tofu etc.. Am Tisch kann mit Chiliflocken und Limettensaft, je nach Geschmacksvorliebe, nachgewürzt werden.

 

Rotes, gelbes und grünes Curry: die Curries werden aus ähnlichen Zutaten zubereitet und unterscheiden sich durch die Würze in der Farbe (rot: Paste aus roten Chilis, gelb: Kurkuma, grün: grüne Chilis, Koriander, Thai-Basilikum). Um den Geschmack auszubalancieren, enthalten alle Kokosmilch und werden mit Reis serviert.

 

Tom Ka Gai: Ist eine Hühner-/Kokossuppe mit Galgant und Zitronengras, welche den säuerlichen Geschmack hervorrufen.

 

Som Tam: Süß/saurer Papaya Salat mit Limetten, Tomaten, Knoblauch und Chilis

Mango Sticky Rice: Dessert aus Klebreis mit Kokosmilch und Mango

 

Katinsky Favorit:
Pad Kra Pao:
ein sehr beliebtes Essen aus Hühner- oder Schweinehackfleisch mit gebratenem Thai-Basilikum, einem Spiegelei und Reis